Diskussion:Berner Sanktionsmassnahmen gegen Killerspiele
From Piratenwiki
Die Verankerung von PEGI ist in unserem aktuellen Parteiprogramm festgelegt. Wir können hier im Text nicht plötzlich fordern, dass wir gar keine Alterseinschränkungen wollen. Ohne Diskussion, welche öffentlich stattfinden muss, kann dieser Text so in meinen AUgen nicht veröffentlich werden. Da er dem Parteiprogramm, welches per PV abgsegnet wurde, widerspricht bzw. in einem zentralen Punkt (PEGI) eine andere Richtung einschlägt. (Sorry, vergessen einzuloggen. Der Text ist von Arikael)
Ausserdem ist der Text viel zu lang, das liest niemand mehr. Es steht zwar viel Gutes drin, aber wir müssen uns kürzer fassen, das sprengt den Rahmen einer Stellungnahme bzw. Medienmitteilung bei Weitem. --Abnaxos 12:41, 1. Feb. 2010 (CET)
[edit] PEGI
Ja. Ich habe nicht mitgekriegt, dass das PEGI ins Parteiprogramm kam, respektive mir ist damals nicht aufgefallen, dass das problematisch sein könnte.
Tatsache ist, dass eine solch allgemeine Formulierung ohne weiteres keinen Sinn ergibt. Wir sollten diese Forderung daher vorerst mal weglassen.
Es geht mir ungeheuer gegen den Strich, dass sich die PPS da offenbar für neue Restriktionen einsetzen will!
Ich werde zu Händen der nächsten PV beantragen, dass dieser Satz gelöscht wird.
[edit] Anfrage an PEGI
Auf eine konkrete Anfrage hat PEGI nur einen nichtssagenden Textbaustein zurückgeschickt.
Anfrage von Mrw:
Ich wundere mich, auf welcher wissenschaftlichen Basis PEGI steht. Mir erscheint die Einteilung willkürlich und politisch motiviert. Auch Ihre FAQ bekräftigt mich in dieser Auffassung. Vor allem unterscheidet sich z.B. ein 7 jähriges Kind enorm von einem 11 jährigen. Man kann doch nicht ein Mittelstufenschüler mit einem Kindergartenkind gleichsetzen?
Meine Fragen:
Auf welcher wissenschaftlichen Basis beruht PEGI?
In welcher Art wird die Transformation von wissenschaftlichen Studien auf die konkrete Alterseinteilung vorgenommen?
Antwort von PEGI:
Bezüglich der unten beigefügten Frage möchten wir Sie gerne wie folgt informieren. Das NICAM stellt das ausführende Organ des PEGI-Systems, das für 'Pan European Game Information’ steht, dar. Anhand von Alters- und Inhaltspiktogrammen auf den Hüllen von Videospielen gibt das PEGI-System Informationen an Eltern und Erziehungsberechtigte über eventuelle schädliche Elemente in Games, für Kinder einer bestimmten Altersgruppe. Die Klassifikation kommt durch die Ergebnisse eines Fragebogens zustande, der sich mit Themen wie Angst und Gewalt beschäftigt.
Das PEGI-System wurde auf der Basis bereits vorhandener europäischer Empfehlungssysteme entwickelt und wird von den meisten Aufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten unterstützt. Eine Vielzahl von Wissenschaftlern, Konsumenten und anderen Interessengruppen wurden bei der Konzeption des Bewertungsformulars und beim Aufbau der Organisation einbezogen, um den unterschiedlichen kulturellen Standards der Mitgliedstaaten gerecht zu werden.
Während die Vergabe der PEGI-Altersempfehlung zwar in der Hand der unabhängigen Organisationen NICAM und der VSC liegt, ist das PEGI-System an sich dennoch ein auf Selbstkontrolle basierendes System. Herzstück dieses Systems ist der neue PEGI-Verwaltungsrat. Die Führung der laufenden Geschäfte von PEGI fällt in den Aufgabenbereich des geschäftsführenden Direktors, der vom Verwaltungsrat beraten wird. Der Verwaltungsrat besteht aus Vertretern der Anwender des PEGI-Systems (den Spiele-Publishern), den PEGI-„Pförtnern“ (den Herstellern von Spielekonsolen) und den Förderern von PEGI (den nationalen Handelsverbänden) sowie den Beauftragten des PEGI-Rates und der PEGI-Expertengruppe. Diese Zusammensetzung des Verwaltungsrates gewährleistet, dass ein Gleichgewicht zwischen den Vorteilen der Selbstkontrolle und der nötigen Überwachung gehalten werden kann.
Der Rat ist dafür zuständig, Empfehlungen auszusprechen, die eine Vermittlung und Umsetzung sowohl der nationalen als auch der europäischen Entwicklungen betreffend das PEGI-System und dem damit verbundenen Verhaltenskodex ermöglichen. Der Rat ist das Sprachrohr der Länder, die PEGI verwenden. Für die Behörden in den PEGI-Länder ist es von ebenso hoher Wichtigkeit, mit den PEGI-Entwicklungen Schritt zu halten und darin involviert zu sein. Der Rat stellt sicher, dass dies gegeben ist. Die Mitglieder des Rates werden für eine Amtszeit von 2 Jahren ernannt. Sie stammen hauptsächlich aus Behörden in den PEGI-Ländern und sind Psychologen, Medienexperten, Beamte und Rechtsberater, die auf den Jugendschutz in Europa spezialisiert sind.
Im Zuge der Entwicklung hin zu einer Repräsentation der Länder durch den Rat wurde es für wichtig erachtet, auch weiterhin die guten Beziehungen zu dem Netzwerk technischer Experten aufrecht zu erhalten, das für PEGI über die Jahre eine wichtige Beratungsquelle darstellte. Im Laufe der Jahre 2009/2010 wird die Expertengruppe um Akademiker und Spezialisten für Medienwissenschaften, Psychologie, Klassifizierungen, Recht, Technologie, Online-Spiele und viele weitere Fachbereiche erweitert. Sie werden PEGI weiterhin mit Rat zu technologischen und inhaltlichen Entwicklungen gemäß den Empfehlungen des PEGI-Rates oder des PEGI-Verwaltungsrates bzw. im Zuge von Ergebnissen des Beschwerdeverfahrens zur Seite stehen.
Der Kriterienausschuss ist ein Unterausschuss der PEGI-Expertengruppe. Seine Aufgabe ist die Anpassung und Veränderung des PEGI-Formulars und der ihm zugrunde liegenden Kriterien aufgrund von technischen und inhaltlichen Entwicklungen, Empfehlungen des Rates bzw. der Expertengruppe oder Tatsachen, die durch das Beschwerdeverfahren aufgedeckt wurden.
Rückfrage von Mrw an PEGI:
Ich entschuldige mich, falls ich meine Frage nicht klar genug gestellt habe. Was Sie in Ihrer Antwort schreiben, konnte ich bereits zuvor auf Ihrer Homepage nachlesen und beantwortet meine Frage nicht.
Es geht um die Frage, ob die Einstufungen von PEGI auf einer soliden wissenschaftlichen Basis stehen oder nicht, und wenn ja auf welcher.
Die Frage lautet: Ist PEGI wissenschaftlich fundiert und mit Studien abgesichert, oder nur ein gesellschaftspolitischer Kompromiss?
Der Hintergrund diese Frage ist eine laufende Diskussion innerhalb der Piratenpartei der Schweiz, die sich klar hinter Computerspiele und gegen Beschränkungen stellt, also im Prinzip auf Ihrer Seite steht. Unsere Frage ist nun: Sollen wir uns offiziell hinter PEGI stellen oder nicht.
Die Piratenpartei versucht eine objektive und vernünftige Sichtweise in die Computerspieledebatte einzubringen. Wir können uns somit nur hinter PEGI stellen, wenn das Beurteilungssystem von PEGI auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage steht, und die Alterseinstufungen durch wissenschaftliche Studien ermittelt wurden.
Eine provokante Formulierung zum Thema Alterseinstufung ist die, dass Alterslimiten nicht zu rechtfertigen sind, in der Konsequenz keinerlei Einschränkungen verfügt werden sollten.
Wenn ich nun öffentlich behaupte, dass die Alterseinstufung von PEGI rein politisch motiviert ist, nur auf der Meinung der ernannten Experten beruht und durch keinerlei wissenschaftlichen Studien überprüft wurde, was würden Sie mir dann entgegnen? Oder stimmt diese Behauptung?
Anders formuliert: Sie müssten mir wissenschaftliche Studien vorweisen können, die untersucht haben, ab welchem Altersjahr Kinder welche Art von Medien verarbeiten können. Ausserdem müssten solche Studien nachweisen, dass frühzeitiger Konsum nicht altersgerechter Computerspiele eine signifikante und nachhaltige Beeinträchtigung dieser Kinder darstellt.
Auf Ihrer Homepage habe ich keine Verweise auf wissenschaftliche Studien gefunden, welche die Basis für Ihre Alterseinstufungen bilden. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass es keine solchen Studien gibt. Stimmt diese Folgerung?
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit mein Anliegen nun besser erklären und bitte um eine Antwort, welche auf die Fragestellung eingeht.
PEGI:
Thank you for your extensive reply, I am sorry my reply was not satisfactory to you.
Before I can address your specific questions, I would first like to establish whether or not we can continue this correspondence in English. This is the main language of correspondence within the PEGI Administration, and I will have to include my colleagues from the UK in this, I think, as they were more involved in drafting the PEGI Questionnaire when the PEGI system was designed. Please let me know if you have a problem with continuing this correspondence in English.
I am looking forward to hearing from you.
Mrw:
Thank you for your quick response. Yes, it's ok.
In short words, my question in English:
Is PEGI bases on any scientific researches, or does it only represent some kind of political opinion or social agreement?
Background of the question:
As far as I see, is only an agreement, also I don't know of any kind of scientific studies that would prove bad influence to children of a specific age based on the category of games they play. I see, that too much gaming time can be a social problem, but not the contents of a game.
Also for me, the classification of contents to age seems to be quite arbitrary.
The only kind of scientific studies I have read about is regarding extremely cruel and bloody so called «killer» games. But even there, some studies talk about «increased level» of aggression, but overall the influence of games n children seems to be little if any. Nothing really harmful.
But for the other age-categories (3, 7, 12, 16), I know of nothing that would justify any kind of restriction. I don't see any reason, e.g. why a six year old child should not play a «Dead Or Alive» Kungfu game. Also, the difference between a 7 year old and a 12 year old child is enormous. Based on what is there no category in between?
Regarding myself and my own background in this question, when I was a boy, I've seen the most hazardous and disturbing images on the uncensored and unrated TV News (I still remember the cruel images of victims of the murdering of Egypt's president Saddat, or the execution by hanging of people, don't know where), but I «survived» that with no remaining defects. Also I've always seen movies not allowed to my age without any damage (and without any parental control BTW, my parents did not even know that I was capable of viewing movies, I bought the equipment from my own money). Same now regarding my son: He's 9. Games and movies classified as "12+" are absolutely perfect for him. Sometimes "16+" is still ok, and for some selected contents even "18+" (e.g. most parts of "Assassin's Creed II" are fine, except some scenes, namely the execution of Enzo's family). IMHO the classification is much too restrictive. An I never noticed any possible damage related to fictional contents.
The reason of my question is an internal discussion in the Swiss Pirate Party, whether and how we should promote PEGI. If PEGI is based on a political/social agreement, then it is valuable for children and parents as informational guideline, but it should never be enforced to the commerce. On the other side, if it is scientifically proven that early access to some media may permanently damage children's psychical health, then (and only then) legal trading restrictions would make sense.
PEGI:
Thank you for your e-mail and explanation. I have contacted my colleague in London. He has been closely involved in the development of the PEGI system in 2003.
As you may already know, the PEGI system was based on a number of existing age rating systems throughout Europe. The most prominent examples for the system were the ELSPA system, as it was used in the UK, and the Dutch Kijkwijzer system. Kijkwijzer is the classification system for audiovisual media in The Netherlands. As the PEGI system was designed based on the Kijkwijzer system, a lot of the research that was used for the design of Kijkwijzer was also used for PEGI. The justification of the Kijkwijzer system can be found online here: http://www.kijkwijzer.nl/upload/download_pc/1_Verantwoording_Kijkwijzer_2009.pdf Although the main document is in Dutch, most of the research is available in English.
The different age categories were also taken from the Kijkwijzer system. Furthermore, a lot of researchers were involved in drafting the PEGI questionnaire, and they are still active within our experts group. Among them is Jeffrey Goldstein, specialist in media effects and the co-author of the Handbook of computer game studies, in which he has dedicated an entire chapter to Violent video games. Peter Nikken and Patty Valkenburg, also specialized in media effects were also involved. Another important name is Guy Cumberbatch, he has been closely involved in designing the PEGI system as well. Our experts group actively reviews that PEGI standards, and changes the PEGI Questionnaire when there are new insights.
You are correct when saying that a lot of the research has focused on the effects of violence in videogames. A number of studies have been done on this, but there does not seem to be a clear conclusion on the effect of violence in videogames. In this respect, the Byron review might also be of interest to you. In the bibliography you can find all the studies about the effects of videogames: http://www.dcsf.gov.uk/byronreview/pdfs/Final%20Report%20Bookmarked.pdf As far as the other effects of game content go (scary or erotic scenes for example) we still rely mostly on research that have been done in respect to television programs.
Another website that might be of interest to you is the website of ISFE (www.isfe.eu). ISFE is the owner of the PEGI system, offering amongst others an informative oversight of PEGI's development, as well as all the PEGI yearbooks and the research on the effects of the PEGI system that have been done since the start of the system in 2003.
I hope this information is helpful and you will be able to base your position based on this. Should you however still have any questions, please do not hesitate to contact me.
To be continued?

